II. Gingiva / B. Mikroskopische Merkmale / 2. Gingivales Bindegewebe

a. Gingivale Fasern - Ankerfibrillen, elastische und Oxytalanfasern



Kollagen Typ VII kommt in Ankerfibrillen, die sich in engem Kontakt mit epithelialen Basallaminae befinden, vor (Abb. 12). Zusätzlich zu den bisher genannten fibrillären Kollagenformen tritt Kollagen Typ IV, eine amorphe Kollagenform, auf. Kollagen Typ IV kommt in den Basallaminae von Epithel und Blutgefäßwänden, vor allem in der Lamina densa, vor.

Die anderen Fasertypen im Parodont sind elastische Fasern und Oxytalanfasern. Elastische Fasern sind eher selten in der Lamina propria anzutreffen. Sie sind vielmehr ein typischer Bestandteil der alveolären Submukosa. Elastische Fasern bestehen aus zwei bedeutenden Komponenten: den aus Fibrillin bestehenden Mikrofibrillen und der amorphen Komponente Elastin. Elastin gibt der Faser ihre elastischen Eigenschaften.

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Abb. 29: Schnitt durch perivaskuläres Bindegewebe. Die Interzellularspalten enthalten sowohl elastische (EF) als auch Kollagenfasern (CF).

 


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Abb. 30: Stärkere Vergrößerung der in Abb. 29 dargestellten elastischen Fasern. Beachten Sie, dass sich die elastischen Fasern aus zwei verschiedenen Struktureinheiten zusammensetzen: einer mikrofibrillären Komponente (MF), die aus dem Protein Fibrillin besteht, und einer amorphen Komponente (AE), die aus dem Protein Elastin besteht und den Fasern ihre elastischen Eigenschaften gibt. Mit der Reifung der elastischen Fasern steigt das Verhältnis von Elastin zu Fibrillin an. In der Gingiva sind die meisten elastischen Fasern unreif und schwach entwickelt. 
                                                                  

Oxytalanfasern sind ein den elastischen Fasern verwandter Fasertyp. Oxytalanfasern scheinen lediglich aus einer mikrofibrillären Komponente zu bestehen und dadurch sehr unreifen elastischen Fasern zu ähneln.

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Abb. 31: Schnitt durch gingivales Bindegewebe, in dem Oxytalanfasern (OF) zwischen Kollagenfasern (CF) gefunden werden können. Oxytalanfasern bestehen wie elastische Fasern aus Mikrofibrillen, jedoch ohne amorphe Elastinkörperchen.

 





University of
    Pennsylvania

University of Pennsylvania, Temple University, The Ohio State University und University of Pittsburgh

Erstellt: 05/08/1999  Letzte Änderung:
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Autor: Max A. Listgarten
Online-Betreuer: James Deschner

(Übersetzung: James Deschner, The Ohio State University)
(Technische Realisation: Center for Dental Informatics: Heiko Spallek)

Temple University