Development of the Dentogingival Junction - Early Stages Deutsch

II. Gingiva / B. Mikroskopische Merkmale

3. Entwicklung der dentogingivalen Verbindung


3. Entwicklung der dentogingivalen Verbindung:

  1. Frühe Stadien

Um zu verstehen, wie die dentogingivale Verbindung entsteht, ist es notwendig, einige Aspekte der Zahnentwicklung und des Zahndurchbruchs zu wiederholen.

Abb. 37 (unbekannte Quelle): Im Glockenstadium der Zahnentwicklung besteht der sich entwickelnde Zahn aus einer ektodermalen Komponente, dem Schmelzorgan, das vom oralen Ektoderm abstammt, und aus einer ektomesenchymalen Komponente, der Zahnpapille (DP), die vom Schmelzorgan umgeben wird. Innerhalb der glockenförmigen ektodermalen Struktur sind mehrere verschiedene Schichten erkennbar. Die innerste Schicht, d.h. das innere Schmelzepithel (IEE), hat engen Kontakt mit der Zahnpapille. Daneben befindet sich das Stratum intermedium (SI), das aus 2-4 Schichten undifferenzierter Epithelzellen besteht. Die meisten Zellen befinden sich im Stratum reticulare (SR), einem Netzwerk von sternförmigen Epithelzellen. Die äußerste Schicht besteht aus einer einzigen Zellschicht, dem äußeren Schmelzepithel (OEE). Die Zellen der Zahnpapille, die in Kontakt mit dem inneren Schmelzepithel stehen, differenzieren sich zu Odontoblasten (OB) und bilden sodann Prädentin (PD) und Dentin (D). Die Zellen des inneren Schmelzepithels, die Kontakt zu dem neugebildeten Dentin haben, differenzieren sich zu Präameloblasten und danach zu Ameloblasten, die Schmelz auf dem bereits gebildeten Dentin synthetisieren. DL, Zahnleiste
 

Abb. 38 zeigt einen Schnitt aus dem Glockenstadium der Zahnentwicklung. Die Zahnpapille (DP) befindet sich links. Ihre äußerste Zellschicht setzt sich aus säulenförmigen Odontoblasten (OB) zusammen, die schon etwas Dentin (D) sezerniert haben, von dem sie durch eine dünne helle Schicht aus Prädentin (PD) getrennt sind. Eine dünne Schmelzschicht (E) kann auf der äußeren Dentinoberfläche wahrgenommen werden. Der Schmelz wird von einer Schicht säulenförmiger Ameloblasten (AB), die sich im Sekretionsstadium befinden, sezerniert. Undifferenzierte Epithelzellen bilden das Stratum intermedium (SI) in direkter Nachbarschaft der Ameloblasten. Kurz nach Beginn der Amelogenese schrumpft das Stratum reticulare (SR) beträchtlich, so dass das äußere Schmelzepithel (OEE) in engen Kontakt mit den Zellen des Stratum intermedium kommt (Abb. 38 oben). Der Zusammenfall des Schmelzorgans führt zur Bildung des reduzierten Schmelzepithels. Das ektomesenchymale Gewebe, das das Schmelzorgan umgibt, bildet das Zahnsäckchen (DF).