Gingival Fibers - Collagen Deutsch

II. Gingiva / B. Mikroskopische Merkmale / 2. Gingivales Bindegewebe

a. Gingivale Fasern - Kollagenfasern


Abb. 26: Die transmissionselektronenmikroskopische Abbildung des gingivalen Bindegewebes zeigt die Interzellularbrücken (ICJ) zwischen zytoplasmatischen Strängen aus benachbarten Fibroblasten. Die Fibroblasten bilden ein zelluläres Verbundnetzwerk. Ihre Interzellularspalten sind mit Fasern und geleeartiger Grundsubstanz gefüllt. Die Fibroblasten sind für die Bildung von Fasern und Grundsubstanz verantwortlich. Sie sind auch fähig, Fasern und Grundsubstanz während des Umbaus des gingivalen Gewebes zu entfernen.

Die meisten Fasern im gingivalen Bindegewebe bestehen aus Kollagen. Dabei handelt es sich vor allem um Kollagen Typ I, dem am häufigsten vorkommenden Typ im menschlichen Körper. Die strukturelle Einheit des Typ I-Kollagens ist eine typisch quergestreifte Fibrille mit einem charakteristischen Bandenmuster, das sich alle 64 nm wiederholt. Die Querstreifung resultiert aus der Anordnung der Kollagenmoleküle, die die einzelne Fibrille bilden (Abb. 27).

Abb. 27: Transmissionselektronenmikroskopische Abbildung von Fibrillen aus Kollagen Typ I in Querschnitten (A) und in Längsschnitten (B). Die typische Querstreifung des Typ I-Kollagens ist gut an längsgeschnittenen Fasern erkennbar.

 

Typ I-Kollagenfibrillen organisieren sich normalerweise zu Fibrillenbündeln, d.h. Fasern. Sie werden in der gesamten Lamina propria gefunden. Kollagenfasern vom Typ III sind dünner als jene vom Typ I und kommen vor allem in der Nähe der Basallaminae von Gefäßkanälen und Epithelgeweben vor. Sie lassen sich leicht durch Silberfärbung darstellen und sind wahrscheinlich mit den meisten argyrophilen (silbergefärbten) Fasern in silbergefärbten Schnitten identisch. Sie werden auch als retikuläre Fasern bezeichnet (Abb. 28). 

Abb. 28: (unbekannte Quelle): Schematische Darstellung von retikulären Fasern (oben) und charakteristischen Fasern aus Kollagen Typ I (unten). Jeder Fasertyp besteht aus einem Bündel von Fibrillen, die die Struktureinheit der Fasern darstellen. Die Fibrillen in retikulären Fasern sind zahlenmäßig geringer und dünner (Durchmesser ca. 40 Nanometer) als jene in charakteristischen Fasern aus Kollagen Typ I (Durchmesser ca. 80-90 Nanometer). Kollagenfasern können mehrere hundert Fibrillen enthalten und einen Durchmesser von mehreren Mikrometern erreichen.